VERNASTALTUNGEN
Hermanas (Schwestern)
Am Freitag, 17.09.2010 um 19.30 Uhr
Ort: Allerweltshaus, Körnerstr.77, Köln / Veranstaltungsart: Filmaufführung
Sowohl inhaltlich als auch ästhetisch zählt das argentinische Kino zur internationalen Spitze – das belegen die vielen Auszeichnungen internationaler Festspiele, unter anderem der Berlinale. Mit dem "Nuevo Cine Argentino" haben in den letzten Jahren jüngere Regisseure dem argentinischen Kino neue Impulse gegeben und sich mit der politisch-sozialen Realität im Land auseinandergesetzt.
Das Projekt "Cine Móviles" bringt diese Filme in der Tradition des argentinischen Wanderkinos nach Deutschland. Diese öffentlichen und kostenlosen Cine Móviles bringen Filme in die "kinofreien" Zonen Argentiniens, die mittlerweile etwa 80 Prozent des Landes ausmachen. Die Wanderkinos zeigen in erster Linie argentinische Produktionen und entstanden 1997 nach einem großen Kinosterben auf der Basis des argentinischen Kulturbegriffs: Cultura para todos – Kultur für alle. Dieser spricht allen ein Recht auf Kultur zu, für das der Staat zu sorgen hat. Ziel der Wanderkinos ist, soziale oder finanzielle Hemmschwellen, die Menschen von der Teilhabe an Kultur ausgrenzen, zu überwinden, indem sie anspruchsvolle Filmkultur direkt zu den Menschen bringen.
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Hermanas (Schwestern) von Julia Solomonoff (2004)
Natalia floh in der Juntazeit Argentiniens ins spanische Exil. Sie sieht ihre Schwester acht Jahre danach in den USA wieder, wo Elena mit ihrer Familie lebt. Während Natalia das Verschwinden ihres Freundes nicht vergessen kann, fügt sich Elena in ihr Leben in den USA fast zwanghaft ein. Sie verweigert Gedanken an die Vergangenheit. Natalia aber lässt nicht locker. Elena muss sich ihren Fragen und einer für sie und Natalia äußerst schmerzlichen Erinnerung stellen.
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Für die Tour quer durch Deutschland wurden Filme ausgewählt, die sich mit der politischen und sozialen Realität in Argentinien auseinandersetzen. Sie eignen sich für alle Altersgruppen und werden von einer kurzen Einführung zum jeweiligen Film begleitet. Das Cine Móvil in Deutschland stellt dabei nicht nur diese schöne argentinische Tradition vor, sondern macht zugleich auf ein wachsendes Problem aufmerksam: Auch in Deutschland sind mittlerweile viele Regionen zu kinofreien Zonen geworden und viele Familien können sich den Eintritt nicht leisten.
Alle Filme laufen in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Diese können auf Wunsch des Publikums aber auch "live" eingesprochen werden, z.B. bei einem Kinderfilm. Ein Film für kleinere Kinder läuft außerdem in der deutsch synchronisierten Fassung.
Ausführliche Informationen über die gesamte Tour, die am 28. August in Berlin startet und am 10. Oktober in Frankfurt am Main endet, auf der Homepage der Bundeszentrale für Politische Bildung oder im Programmheft.
Weitere Termine
- Oda al Pehuén II - Rituelles Musiktanztheater aus Chile
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Freitag, 17.09.2010 - Faire Woche 2010: Faire Weinprobe
Samstag, 18.09.2010 - WELTKINDERTAG 2010
Sonntag, 19.09.2010 - Festival XI – Jenseits von Europa
Sonntag, 19.09.2010 - „Die Verdammten dieser Erde im Zweiten Weltkrieg“
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