Eine-Welt Stadt Köln

 

 

 

 

 

 

 

Das Netzwerk "Eine-Welt-Stadt Köln" wurde am 5. Mai 2011 von der Stadt Köln auf Anregung von KölnGlobal ins Leben gerufen. Es stellt den Versuch dar, das vielfältige entwicklungspolitische Engagement in Köln zu bündeln und zu stärken. Konkret verschreibt sich das Netzwerk dem Ziel, die Millenniumsentwicklungsziele in Köln bekannter zu machen und an ihrer Umsetzung mitzuwirken.

Das Potenzial dazu ist hier vorhanden. In einer Stadt, in der Menschen aus aller Welt zu Hause sind, in der "jeder Jeck anders ist", wie es die Freunde des kölschen Karnevals wissen, arbeiten zahlreiche Vereine und Initiativen auf ganz verschiedene Weise an dem Ziel, mehr globale Gerechtigkeit zu schaffen.

Mit dem Netzwerk will die Stadt Köln ein deutliches Zeichen setzen, wie es Oberbürgermeister Jürgen Roters in seiner Eröffnungsrede formulierte, "ein Zeichen dafür, dass Köln aktiv mitarbeiten will an einer gerechteren und lebenswerten Welt".

Doch nicht nur Roters ist um das Projekt bemüht. Viele prominente Kölner haben sich bereits zur Eine-Welt-Stadt bekannt. Zu den Unterstützern gehören zum Beispiel die Bläck Föös, der Kölner Schauspieler und Kabarettist Fatih Cevikkollu und Tayfun Keltek, der Vorsitzende des Integrationsrats.

Die Stadt mischt sich hier ganz bewusst in ein Thema ein, das andere als Sache der Staatengemeinschaft abtun mögen: Den Millenniumsentwicklungszielen haben sich seit 2000 189 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verschrieben. Doch ohne eine breite Unterstützung auch auf kommunaler Ebene, so entschied der Rat der Stadt Köln in einer Erklärung von 2007, sind diese Ziele kaum zu erreichen. Die "Eine-Welt-Stadt" ist damit nicht nur ein Appell an das Engagement der Bürger, sondern auch ein Aufruf an Bund und Länder, den Kommunen in diesem Punkt mehr Verantwortung einzuräumen.

Bestehende Initiativen zusammenzuführen und ihnen so mehr Nachdruck zu verleihen, kann dabei nur der Anfang sein. Zu den weiteren Zielen gehören etwa der Aufbau eines Expertennetzwerks zu relevanten Themen, ein stärkerer Rückgriff auf Fair-Trade-Produkte und die konsequente Verfolgung der Entwicklungsziele auch in den vielen Städtepartnerschaften. Auch an der Schaffung eines Entwicklungs-Fonds wird zurzeit gearbeitet, um den verschiedenen Projekten einen besseren finanziellen Boden zu geben.

Interessierte treffen sich regelmäßig bei den sogenannten "Klaaf International"-Runden, um die vielen Ideen weiter zu konkretisieren und die Umsetzung zu planen. Berichte über die fortlaufende Entwicklung der "Eine-Welt-Stadt Köln" gibt es immer wieder hier auf der Internetseite von KölnGlobal unter Aktuelles sowie auf der Seite der Stadt Köln: http://www.stadt-koeln.de/7/europa/entwicklungszusammenarbeit/

Philipp Sandner