Agenda 21 – aktueller denn je

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Lokale Agenda 21 in Köln

Wichtige Leitlinie allen öffentlichen Handelns soll die „Agenda 21“ werden, die weltweite Aufgabenliste für das 21. Jahrhundert. Sie beschreibt, wie die globalen Herausforderungen in der Umwelt-, Entwicklungs- und Wirtschaftspolitik bewältigt werden sollen. Zentraler Begriff der Agenda 21 ist die „Nachhaltigkeit“. Er besagt, dass schon in der Gegenwart alle Politik und alle wirtschaftliche Aktivität so gestaltet werden müssen, dass sie die Lebenschancen künftiger Generationen nicht beeinträchtigen.


Die Agenda 21 wurde von den Vereinten Nationen beschlossen. 172 Staaten, darunter auch Deutschland, unterzeichneten sie 1992 bei der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro. Das Besondere an dem Treffen war, dass neben Regierungsvertretern auch sehr viele nichtstaatliche Organisationen teilnahmen.

Das Papier besteht aus 40 Kapiteln in vier Abschnitten:

  • Soziale und wirtschaftliche Dimensionen
  • Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung
  • Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen
  • Möglichkeiten der Umsetzung

Neben zwischenstaatlichen Organisationen und nationalen Regierungen richtet es sich auch an alle weiteren politischen Ebenen und fordert sie auf, im Sinne dieser Ziele zu handeln. Das Kapitel 28 "Initiativen der Kommunen zur Unterstützung der Agenda 21“ betont, dass viele der globalen Probleme am besten auf der örtlichen Ebene zu lösen sind. Jede Kommune der 172 Unterzeichnerländer ist daher aufgerufen, eine eigene (lokale) Agenda 21 zu erarbeiten.

Zudem betont die Agenda 21 die Rolle von Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung der Konzepte für die nachhaltige Entwicklung.

Bisher nur mäßiger Erfolg

Als Folgekonferenz fand 2002 in Johannesburg der UNO-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung statt. Nach zehn Jahren stellten die Teilnehmer allerdings nur mittelmäßige Erfolge fest. Auch die Aktivitäten auf lokaler Ebene führten nur zu einer ernüchternden Bilanz. Umso wichtiger werden daher verstärkte Anstrengungen angesichts von Klimawandel, Überbevölkerung, Hungerkrise und dem gegenwärtigen Finanzdesaster – auch auf Kölner Ebene.

In der Kölner Stadtverwaltung ist das Agenda-Thema direkt beim Oberbürgermeister im Büro für Internationale Angelegenheiten angesiedelt. Als Plattform der Kölner Bürger will der Verein KölnAgenda e.V. die Themen Entwicklung, Umwelt und Wirtschaft nachhaltig voranbringen.