Köln und die acht Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Hätt et wirklich noh immer jot jejange?

Quelle:http://irevolution.files.wordpress.com/2009/07/g8-mdg-logos.jpg

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2000 beschlossen die Vereinten Nationen (UNO) in New York die sogenannten Millenniumsentwicklungsziele (engl.: Millennium Development Goals - MDG). Erstmals in der Geschichte ergriffen über 180 Regierungschefs und Staatsoberhäupter die Chance, einen konkreten Fahrplan zur weltweiten Reduzierung von Armut, Hunger und Unterentwicklung zu beschließen.

Viel Zeit zur Verwirklichung der acht MDG bleibt nicht. Die Halbzeit liegt bereits hinter uns. Bis zum Jahr 2015 sollen beispielsweise die extreme Armut in der Welt um die Hälfte reduziert, die Kindersterblichkeit um zwei Drittel gesenkt und die Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit erfüllt sein. Allerdings wird die Erreichung der Ziele von Fachleuten und der UNO selbst stark in Zweifel gezogen. An Hand der Fortschrittstabelle der UNO, die den Stand der Umsetzung der MDGs zeigt, lässt sich leicht ablesen, dass noch viel getan werden muss, um sich den Zielen zu nähern. Klar ist, dass sie nur noch in einer konzertierten Kraftanstrengung aller Staaten, Länder und Kommunen und deren Bürgerschaft anzugehen sind.

Auch in Köln gilt: Keine Ausreden mehr!

Nach Initiative des Bündnisses KölnGlobal und einem Bürgerantrag sprach sich der Rat der Stadt Köln im Oktober 2007 einstimmig zur kommunalen Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen aus.

Wie bereits vorher 34 andere deutsche Städte und Kreise - darunter drei Nachbarstädte - beschloss der Rat die Unterzeichnung der „Millenniums-Erklärung der Kommunen“ aus dem Jahre 2005 und folgte damit der Empfehlung des Deutschen Städtetages vom Februar 2007. 

Doch damit nicht genug: Die Stadtverwaltung wurde angewiesen, innerhalb eines halben Jahres – bis Ende April 2008 - einen konkreten Maßnahmekatalog zur Umsetzung auszuarbeiten. Viele Anregungen und Vorschläge beinhaltete bereits der Bürgerantrag: Vom Ausschank des fair gehandelten und ökologischen „Köln Cafe“ in allen öffentlichen Einrichtungen über einen zentralen interkulturellen Treffpunkt im neuen Völkerkundemuseum, Flugticketabgaben der städtischen Bediensteten für Klimaschutzprojekte bis hin zu neuen finanziellen Förderungen für bürgerschaftliches Engagement und Spendenaktionen zusammen mit der Kölner Wirtschaft reichen die Ideen.