NEWS - Donnerstag, 05.01.2012
Erste Nahost-Bürgermeisterkonferenz in Köln
Grundstein für neues Netzwerk gelegt
Gedenksteine in Palästina, Bildquelle: Stefan Klaffehn / pixelio.de
Am 30. November und 1. Dezember 2011 tagte erstmals die Nahost-Bürgermeisterkonferenz zum Thema "Euro-Middle East City-to-City-Cooperation" in Köln. Die rund 90 Vertreterinnen und Vertreter aus Israel, Palästina und Europa haben eine hohe gemeinsame Bereitschaft zur Zusammenarbeit bekundet, bestehende kommunale Kooperationen aufgezeigt und sehr konkrete Verabredungen für neue Projekte getroffen.
Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters bezeichnete die Gespräche, die in einer freundschaftlichen Atmosphäre stattfanden, als ein positives Signal für die Friedensbemühungen zwischen Israelis und Palästinensern. Zufrieden zeigten sich auch Isam Akel von der Assosiation of Palestinian Local Authorities und Ruth Wassermann-Lande von der Union of Local Authorities in Israel. Beide Verbände hatten die Stadt Köln gebeten, eine solche Konferenz auszurichten und bedankten sich herzlich dafür. Nach dreijähriger Vorbereitungszeit sei die Konferenz trotz großer Probleme und widriger politischer Umstände zustande gekommen und ein wichtiges Friedenssignal.
In Köln sei eine konkrete Absprache getroffen und damit der Grundstein für einen Neuanfang der Israelisch-Palästinensischen Beziehungen auf kommunaler Ebene gelegt worden: Jeweils 12 Bürgermeister aus Israel und Palästina wollen sich nun vierteljährlich treffen, um eine Prioritätenliste der in Köln gemeinsam vereinbarten Projekte zu erstellen und dafür Businesspläne und andere Rahmenbedingungen zu erarbeiten. Außerdem soll ein zusätzliches Netzwerk geschaffen werden für alle Bürgermeister, die von der friedensstiftenden Idee auf kommunaler Ebene überzeugt sind und sich engagieren wollen. Diese sollen sich zweimal im Jahr treffen.
Köln wird seine Kompetenzen besonders für die beteiligten Städte in den Bereichen Gesundheit, Wasserversorgung und Sport einbringen.
Außerdem will die Stadt weiter den trilateralen Schüleraustausch zwischen den Partnerstädten Köln, Bethlehem und Tel Aviv stärken. Nach der Aufnahme Palästinas Anfang November in die UNESCO bietet Köln den beiden Partnerstädten auch eine enge fachliche Zusammenarbeit bezüglich historisch bedeutender Bauwerke und Weltkulturerbestätten an.
Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, nannte es einzigartig, dass aus den aktiven Städtepartnerschaften Kölns zu Tel Aviv und Bethlehem nun ein neues Netzwerk kommunaler Zusammenarbeit in Israel und Palästina hervorgegangen sei.
Weitere Informationen:
www.stadt-koeln.de/1/presseservice/mitteilungen/2011/06456/
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